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Reinigungsöl: Koreanische und japanische Hautpflege richtig auswählen

Ein Reinigungsöl ist ein ölbasiertes Reinigungsprodukt, das nach dem Auftragen auf trockener Haut mit Wasser zu einer milchigen Emulsion wird und anschließend abgespült wird. Es bildet in der koreanischen und japanischen Hautpflege meist den ersten Schritt der sogenannten Doppelreinigung und wird nicht mit einem klassischen, wasserbasierten Gesichtsreiniger verwechselt, der danach folgt. Reinigungsöl löst vor allem fettlösliche Rückstände wie Sonnenschutz, Make-up und überschüssigen Talg, die sich mit Wasser allein nur schwer entfernen lassen. Ein rein wasserbasierter Reiniger stößt bei solchen Rückständen häufig an seine Grenzen, weshalb die Kombination beider Reinigungsschritte in der koreanischen und japanischen Pflege als sinnvoll gilt.

Welche Funktion hat Reinigungsöl in der Pflegeroutine?

Reinigungsöl übernimmt die erste, gründliche Reinigung und bereitet die Haut auf die nachfolgenden Pflegeschritte vor. Es kann helfen, Rückstände sanft zu lösen, ohne die Haut durch starkes Reiben zu belasten, und wird häufig als schonendere Alternative zu stark schäumenden Reinigern beschrieben, die die Haut mitunter austrocknen. In vielen Routinen ist es ein optionaler, aber häufig geschätzter Schritt, besonders bei Verwendung von Sonnenschutz oder Make-up. An Tagen ohne intensive Pflege oder Make-up kann dieser Schritt entfallen, ohne dass die Reinigung insgesamt unvollständig wirkt.

Anwendung und Reihenfolge

Reinigungsöl wird zu Beginn der Abendroutine auf trockene Haut aufgetragen und einige Sekunden sanft einmassiert. Sobald Wasser hinzukommt, emulgiert es zu einer milchigen Textur, die sich rückstandsfrei abspülen lässt. Im Anschluss folgt meist ein wasserbasierter Cleanser, der letzte Verunreinigungen entfernt und die Haut auf Toner und weitere Pflege vorbereitet. Wird das Öl nicht vollständig emulgiert, bevor Wasser hinzukommt, kann ein leicht öliger Film zurückbleiben, der sich unangenehm anfühlt.

Für welche Hauttypen eignet sich Reinigungsöl?

Reinigungsöl eignet sich grundsätzlich für die meisten Hauttypen, da die Formulierung beim Abspülen vollständig entfernt wird und keinen fettigen Film hinterlässt. Trockene und normale Haut profitiert von der zusätzlich pflegenden Wirkung vieler Öle, während fettige und zu Unreinheiten neigende Haut auf leichtere, nicht komedogene Formulierungen achten sollte. Wer zu empfindlicher Haut neigt, wählt idealerweise eine parfümfreie Variante mit wenigen Inhaltsstoffen. Auch bei zu Unreinheiten neigender Haut wird Reinigungsöl mittlerweile häufig empfohlen, sofern die Formulierung gezielt als nicht komedogen ausgewiesen ist.

Häufig verwendete Inhaltsstoffe

Koreanische und japanische Reinigungsöle basieren häufig auf einer Mischung pflanzlicher Öle wie Sonnenblumen-, Oliven- oder Traubenkernöl, ergänzt durch milde Emulgatoren, die das Öl beim Kontakt mit Wasser in eine abwaschbare Textur überführen. Manche Formulierungen enthalten zusätzlich beruhigende Bestandteile wie Centella asiatica oder Grüntee-Extrakt, um die Haut während der Reinigung nicht zusätzlich zu reizen. Andere setzen auf mehrere pflanzliche Öle gleichzeitig, um unterschiedliche Rückstände wie Sonnenschutz und Make-up gleichermaßen gründlich zu lösen.

Texturen und Formulierungen im Vergleich

Klassische Reinigungsöle haben eine flüssige, leicht ölige Konsistenz, während Cleansing Balms fester sind und beim Auftragen durch die Handwärme schmelzen. Balms eignen sich besonders für trockene Haut und die kältere Jahreszeit, da sie zusätzlich ein reichhaltigeres Hautgefühl hinterlassen. Leichtere Öltexturen ziehen schneller ein und werden häufig von Mischhaut oder fettiger Haut bevorzugt. Manche Hersteller bieten zusätzlich Gel-zu-Öl-Formulierungen an, die beim Auftragen zunächst leicht und wässrig wirken und sich erst bei der Massage in ein Öl verwandeln.

Tipps zur Auswahl von Reinigungsöl

Wer regelmäßig Sonnenschutz oder Make-up trägt, profitiert von einem gründlichen Reinigungsöl als festem Bestandteil der Abendroutine. Bei trockener Haut eignet sich eine reichhaltigere Balm-Textur, während fettige oder unreine Haut besser mit einer leichteren, nicht komedogenen Formulierung fährt. Nach dem Auftragen sollte das Öl gründlich emulgiert werden, bevor es mit lauwarmem Wasser abgespült wird, damit keine Rückstände auf der Haut verbleiben. Fühlt sich die Haut danach weder fettig noch straff an, passt die gewählte Formulierung in der Regel gut zum eigenen Hauttyp.

Reinigungsöl im Vergleich zu Cleanser und Peeling

Reinigungsöl wird häufig zusammen mit dem klassischen, wasserbasierten Cleanser und dem Peeling genannt, da alle drei Produkttypen unterschiedliche Phasen der Hautreinigung abdecken. Während das Reinigungsöl fettlösliche Rückstände wie Sonnenschutz löst, entfernt der nachfolgende Cleanser wasserlösliche Verunreinigungen, und ein Peeling ergänzt die Routine punktuell um die Entfernung abgestorbener Hautzellen. Wer nach „bestes koreanisches Reinigungsöl für Mischhaut“ oder „Double Cleansing Routine für Anfänger“ sucht, profitiert davon, alle drei Schritte im Zusammenhang zu betrachten statt isoliert. Bekannte Beispiele sind die Beauty of Joseon Ginseng Cleansing Oil, die häufig für ihre milde, pflegende Formulierung genannt wird, sowie längeretablierte japanische Reinigungsöle wie das DHC Deep Cleansing Oil. Für empfindliche Haut, die sowohl bei Reinigungsöl als auch bei Peelings vorsichtig vorgehen sollte, empfiehlt sich häufig der Einstieg über ein mildes Reinigungsöl, bevor exfolierende Schritte wie ein Peeling ergänzt werden. So lässt sich die Reinigungsroutine schrittweise aufbauen, statt von Beginn an alle drei Produkttypen gleichzeitig einzuführen.

Häufige Fragen zu Reinigungsöl

Ist Reinigungsöl auch für fettige Haut geeignet?

Ja, sofern die Formulierung nicht komedogen ist. Leichtere Öltexturen werden von fettiger Haut meist gut vertragen.

Muss ich nach dem Reinigungsöl noch einen Cleanser verwenden?

In der klassischen koreanischen Doppelreinigung folgt ein wasserbasierter Cleanser, notwendig ist das aber nicht bei jedem Hauttyp und jedem Tag.

Hinterlässt Reinigungsöl einen fettigen Film?

Bei gründlicher Emulgierung mit Wasser sollte kein fettiger Film zurückbleiben, das ist ein Qualitätsmerkmal guter Formulierungen.

Wie viel Reinigungsöl sollte ich verwenden?

Meist reichen ein bis zwei Pumpstöße oder ein münzgroßer Klecks, abhängig von der jeweiligen Produktkonsistenz.

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