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合 > Produkte > Niacinamid
Niacinamid, auch Nicotinamid genannt, ist eine wasserlösliche Form von Vitamin B3 und wird in der INCI-Liste als „Niacinamide“ geführt. Chemisch handelt es sich um ein Amid der Nicotinsäure, das im Gegensatz zu reiner Niacinsäure in der Regel keine Hautrötung auslöst. In der Kosmetik kommt Niacinamid vor allem in Seren, Essenzen und Feuchtigkeitscremes vor, wo es als vielseitiger Wirkstoff für unterschiedliche Hautbedürfnisse formuliert wird. Chemisch ist Niacinamid eine Vorstufe des Coenzyms NAD+ – ein Zusammenhang, der erklärt, warum der Wirkstoff so breit untersucht wurde.
Niacinamid wird von Kosmetikherstellern geschätzt, weil es auf mehreren Ebenen der Haut ansetzen kann und sich gut mit vielen anderen Wirkstoffen kombinieren lässt. Die meistzitierte Studie stammt von Bissett und Kollegen (2005, Dermatologic Surgery): 50 Frauen trugen zwölf Wochen lang 5 % Niacinamid auf eine Gesichtshälfte auf, ein Placebo auf die andere – das Hautbild wurde auf der behandelten Seite messbar gleichmäßiger. Die Studie wurde von Procter & Gamble finanziert, was man beim Lesen wissen sollte; die Ergebnisse sind seither aber mehrfach unabhängig bestätigt worden. Dazu kommt, dass Niacinamid im Vergleich zu manchen anderen aktiven Wirkstoffen preislich zugänglich und in allen Preissegmenten erhältlich ist.
Niacinamid wird häufig bei unreiner und fettiger Haut eingesetzt, da es zu einem weniger glänzenden, ausgeglicheneren Hautbild beitragen kann. Auch bei einem unregelmäßigen Hautbild oder sichtbaren Poren wird der Wirkstoff geschätzt, da er zu einem gleichmäßigeren Teint beitragen kann. Zusätzlich wird Niacinamid mit einer Unterstützung der Hautbarriere in Verbindung gebracht, weshalb es auch für empfindlichere Hauttypen infrage kommt. Manche Untersuchungen deuten zudem darauf hin, dass Niacinamid zu einer verbesserten Feuchtigkeitsspeicherung der obersten Hautschicht beitragen kann, auch wenn die Studienlage hierzu je nach Konzentration variiert.
Niacinamid gilt als gut kombinierbar mit Feuchthaltemitteln wie Hyaluronsäure sowie mit Peptiden, Ceramiden und den meisten Antioxidantien. Frühere Annahmen, dass sich Niacinamid und Vitamin C in der Anwendung ausschließen, gelten heute als weitgehend überholt, auch wenn empfindliche Haut die gleichzeitige Anwendung hochkonzentrierter Formen zunächst vorsichtig testen sollte. Auch die Kombination mit milden Säuren wie PHA ist grundsätzlich möglich, sollte bei empfindlicher Haut aber schrittweise eingeführt werden. Von einer gleichzeitigen Anwendung mit sehr hochkonzentriertem reinem Retinol in derselben Pflegeschicht raten manche Formulierungshinweise eher ab, wobei eine versetzte Anwendung morgens und abends meist unproblematisch ist. In aufhellenden Formeln ist Süßholz-Extrakt ein häufiger, milder Partner.
Niacinamid wird üblicherweise nach der Reinigung und dem Toner, aber vor reichhaltigeren Cremes aufgetragen. Eine Anwendung ein- bis zweimal täglich gilt als üblich, wobei besonders bei erstmaliger Anwendung eine niedrigere Konzentration empfehlenswert ist. Manche Menschen berichten bei sehr hohen Konzentrationen von einem vorübergehenden Kribbeln oder einer leichten Rötung, weshalb ein schrittweiser Einstieg sinnvoll sein kann. Wie bei den meisten Wirkstoffen kann die individuelle Verträglichkeit variieren. Wird ein Serum als klebrig oder unangenehm auf der Haut empfunden, kann dies auch an weiteren Inhaltsstoffen der Formulierung liegen und nicht zwangsläufig am Niacinamid selbst.
In der koreanischen Hautpflege ist Niacinamid ein fester Bestandteil vieler Ampullen, Essenzen und Serien, die auf ein gleichmäßigeres Hautbild abzielen. Japanische Formulierungen kombinieren den Wirkstoff häufig mit fermentierten Inhaltsstoffen oder Pflanzenextrakten. Beide Traditionen setzen Niacinamid meist in moderaten Konzentrationen ein, eingebettet in eine Gesamtformulierung, die zusätzlich Feuchtigkeit und Beruhigung bietet. In mehrstufigen koreanischen Routinen wird Niacinamid häufig in einer frühen Pflegeschicht platziert, damit nachfolgende, reichhaltigere Produkte die Wirkstoffaufnahme nicht behindern.
Wer nach einem koreanischen Niacinamid-Serum sucht, stößt schnell auf die Frage „Niacinamid 10 % oder 15 %?". Ein Einstieg mit 10 % wie beim Anua Niacinamide 10% + TXA 4% Serum ist für die meisten Hauttypen verträglich; 15 % wie im Dr. Althea 15% Niacinamide Purity Serum richtet sich an Haut, die den Wirkstoff bereits kennt. Wer Niacinamid lieber als Pad-Schritt in die Routine nimmt, findet mit dem Numbuzin No.5 Vitamin Niacinamide Concentrated Pad eine Form, die sich morgens und abends gleichermaßen einsetzen lässt.
Niacinamid wird häufig zusammen mit Vitamin C und Retinol gesucht, da alle drei Wirkstoffe zu den bekanntesten aktiven Inhaltsstoffen in der Hautpflege zählen. Suchanfragen wie „Niacinamid oder Vitamin C was zuerst“ oder „Niacinamid und Retinol kombinieren“ zeigen, dass viele Nutzer gezielt nach der richtigen Reihenfolge oder Kombination dieser Wirkstoffe suchen. Während Vitamin C vor allem morgens als antioxidativer Schutz eingesetzt wird, kommt Retinol meist abends zur Unterstützung eines sichtbar frischeren Hautbilds zum Einsatz, und Niacinamid lässt sich grundsätzlich zu beiden Tageszeiten anwenden. Bekannte Beispiele sind das Numbuzin No.3 Skin Softening Serum mit Niacinamid, das Klairs Freshly Juiced Vitamin Drop als Vitamin-C-Serum sowie klassische Retinol-Seren für die abendliche Routine. Wer alle drei Wirkstoffe in die Routine integrieren möchte, beginnt häufig mit Niacinamid als Basis und ergänzt Vitamin C morgens sowie Retinol abends, statt alle drei Wirkstoffe gleichzeitig neu einzuführen.
Niacinamid wird von vielen Anwendern gut vertragen und kann grundsätzlich täglich verwendet werden. Bei empfindlicher Haut kann es sinnvoll sein, zunächst mit einer niedrigeren Konzentration oder selteneren Anwendung zu beginnen.
Beide Wirkstoffe gelten heute als grundsätzlich kombinierbar. Wer unsicher ist, kann sie zu unterschiedlichen Tageszeiten anwenden, etwa Vitamin C morgens und Niacinamid abends.
Die Studie von Bissett und Kollegen (2005) arbeitete mit 5 %; für 2 % liegen kleinere Arbeiten vor, die vor allem einen mattierenden Effekt zeigen. Höhere Konzentrationen bringen nicht zwangsläufig einen zusätzlichen Nutzen und können bei empfindlicher Haut eher zu Irritationen führen.
Niacinamid gilt allgemein als gut verträglich, individuelle Reaktionen können jedoch variieren. Ein vorsichtiger Einstieg mit niedriger Konzentration wird bei empfindlicher Haut empfohlen.
Fachlich geprüft von Hristina Petrova-Altunyan, lizenzierte Kosmetikdozentin mit über 20 Jahren Praxiserfahrung · Stand: September 2026

